KALORIEN

Kalorien

Kalorienbedarf ermitteln:

Männer; 66 + (13,7 x Körpergewicht in kg) + (5 x Körpergröße in cm) - (6,8 x Alter) =

Frauen; 655 + (9,6 x Körpergewicht in kg) + (1,7 x Körpergröße in cm) - (4,7 x Alter) =

In meinem Fall, 45 Jahre, 180 cm, 77 kg ergibt diese Formel einen Grundumsatz von 1.715 kcal

Soviel Energie benötigt mein Körper also um allgemeine Lebensfunktionen zu sichern. Führe ich diese Menge in Form von Nahrung zu und tue sonst nichts, nehme ich weder zu noch ab. Esse ich weniger, holt sich der Körper gespeicherte Energie aus den Muskeln und der Leber. Sind diese Vorräte erschöpft, greift er zu den Fettdepots. Jedes Kilo Fett bringt 7.000 kcal Energie. Da ich aber nicht meine Muskeln verlieren möchte, muss ich mich bewegen.

Bewegungsumsatz

Meine vereinfachte Berechnung lautet jede Minute Laufen verbraucht 10 kcal, eine Stunde immerhin 600 kcal (entspricht ca. einer Tafel Schokolade). Bewegung verhindert auch den Muskelabbau und zwingt den Körper bei einem Kaloriendefizit die Fettdepots zu verheizen.

Energiebedarf

Nährstoff kcal/g kj
Eiweiß 4,1 17
Kohlenhydrate 4,1 17
Fett 9,3 39

Voll verzuckert

Einen wichtigen Erkenntnisgewinn liefert der Dokumentarfilm "Voll verzuckert - That Sugar Film" von Damon Gameau. Im Selbstversuch ernährte er sich 60 Tage von 160g Zucker. Die tägliche Kalorienmenge von 2.300 kcal und sportliche Einheiten blieben allerdings unverändert. Das überraschende Ergebnis war ein Plus von 8,5 kg auf seiner Waage. Es spielt daher sehr wohl eine wichtige Rolle, wie sich die tägliche Kalorienmenge zusammensetzt.

Wir sollten die Lehrmeinung Kalorie = Kalorie neu überdenken und Abnehmwilligen reinen Wein einschenken. Wer Zucker in Form von Fastfood oder Limonaden zuführt, hat unabhängig vom Trainingseinsatz, keine Chance sein Wunschgewicht zu erreichen. Aus dem Selbstversuch von Damon ergibt sich ein nicht verstoffwechselter Überfluss von 59.500 kcal nach 60 Tagen bzw. ein tägliches Zuviel von ca. 1.000 kcal. Das relativiert die bisherige Lehrmeinung alle Kohlenhydrate liefern 4,1 kcal/g. Setze ich statt 4,1kcal einen tatsächlichen Energiewert von 7,3kcal für Zucker ein, erklärt sich die Gewichtszunahme von Damon.

2.140 + (160 x 7,3) = 3.300 kcal

Zuckerkonsum macht aber nicht nur dick. Die Blut- und Leberwerte verschlechterten sich ebenso wie die Gedächtnisleistung. Zucker macht krank und ruiniert das Gesundheitssystem. Großbritannien hat den Kampf gegen den Zucker im April 2018 aufgenommen und eine Zuckersteuer auf zuckerhaltige Getränke eingeführt.

Ketose

Bei der Nahrungsmittelversorgung sind wir Weltmeister. Das durchschnittliche tägliche Kalorienangebot pro Person lag im Jahr 2012 bei 3.844 kcal. In der Weltrangliste der Fettleibigkeit belegt Österreich einen Spitzenplatz aber beruhigend, die Deutschen sind noch blader als wir, na dann. Tendenziell werden wir immer älter und kränker. Diabetes und Altersdemenz werden eine neue Dimension erreichen und unser Gesundheitssystem herausfordern.

In Wahrheit ist abnehmen ganz einfach. Vorausgesetzt man hungert sich nicht in einen Mangel, geht liebevoll und wertschätzend mit seinem Körper um. Schindet ihn nicht und erhöht die Nährstoffdichte seiner Nahrung. Dann braucht der Körper Zeit sich auf die neue Situation einzustellen. Wem beim Schuhbandbinden die Luft weg bleibt, hat einen guten Grund auf Schlüpfer umzusteigen, oder noch besser, seinen Bauch zu verkleinern. Verbote wecken in uns den Trotzkopf und warten nur darauf missachtet zu werden.

Schicksalsschläge können uns aus der geliebten Gewohnheit reissen. Das ist die schlechte Nachricht: Wir werden alle sterben. Die Gute: Bis dahin können wir uns wohl in unserer Haut fühlen. Oder das lange Leiden mit Zivilisationskrankheiten ausfüllen. Jeder ist seiner Gesundheit Schmied. Der Arzt kommt erst ins Spiel, wenn schon Schaden angerichtet wurde. 90% aller erdenklichen Krankheiten entstehen durch falsche Ernährung, Rauchen und Bewegungsmangel. Darauf haben wir großen Einfluß, für uns und unsere Kinder. Darüber sollten sich nicht nur kranke Politiker sondern auch Pädagogen und Eltern im Klaren sein.

1 Kilo Körperfett speichert 7.000 kcal. Um diese wieder los zu werden, muss ich fast 12 Stunden laufen.

Im besten Fall habe ich meine Kohlenhydratspeicher geleert und laufe von Beginn weg im Fettverbrennungsmodus. Andernfalls wird das Frühstück zur Energiegewinnung herangezogen und der Bauch schrumpft nicht.

Fettspeicher

Männer setzen vor allem am Bauch an, während bei Frauen der Oberschenkelumfang zunimmt. Wenn wir eine Gewichtszunahme als Schutzfunktion vor einer Organvergiftung verstehen, wird nicht nur das Abnehmen erleichtert, sondern auch der positive Zugang zu seinem Körper ermöglicht. In unserem Körper passiert nichts ohne Grund. Er arbeitet ressourcenschonend und minimalistisch. Gelangen Gifte über die Nahrung in den Körper beginnt ein ausgeklügeltes Alarmsystem. Reicht die Dosis des Giftes nicht aus für einen Brechreiz oder Durchfall, beginnt die Leber mit ihrer Arbeit. Unermüdlich folgen Abbau- und Aufbauprozesse des Stoffwechsels.

Hat die Leber nicht genügend Zeit zum Abbau erfolgt die Zwischenlagerung in unseren Fettzellen. Hier richten Gifte den geringsten Schaden an. Schlanke Menschen verfügen nicht über diese Speichermöglichkeit, weshalb die Gelenke als alternative Halde dienen. Entzündungsprozesse führen zu Schmerzen und in die Wartezimmer der Ärzte. Stellen sie sich das Entstehen einer chronischen Erkrankung als chronische Vergiftung des Körpers vor.

Vor Abbau von Körperfett ist es daher bedeutsam seine täglichen Ernährungsfehler abzustellen. Meine Erfahrung zeigt, dass in den meisten Fällen eine Änderung der Getränkewahl am schnellsten zum Erfolg führt. Hier lassen sich die größten "Giftmengen" vermeiden. Wasser als Durstlöscher sollte das Mittel zur Wahl sein. Wem das zu geschmacklos ist, macht mit einem Spritzer Zitrone oder Apfelessig sowie Tee auch nichts falsch. Vermeiden sollten Sie Limonaden, vor allem Lightgetränke, Energiedrinks und Alkohol in größeren Mengen.